Zwei Chinesische Provinzen kämpfen um Weltmeister Zhang Guozheng

Der amtierende Weltmeister der 69 kg – Klasse im Stoäßen ist zum Gegenstand eines bürokratischen Rechtsstreits seiner beiden Heimatorte geworden und sieht seine Olympia-Vorbereitung gefährdet. "Ich bin seit 1995 für die Provinz Yunnan gestartet. Weil sie mir aber in den letzten zwei Jahren kein Gehalt gezahlt haben, bin ich nach Shanxi gezogen", erklärt Guozheng, der die Angelegenheit so schnell wie möglich geklärt haben will um sich in Ruhe auf die Olympischen Spiele vorbereiten zu können, die im nächsten Jahr in Peking ausgetragen werden.

Sein frühere Heimatprovinz hat nach Zhangs erfolgreichem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft das Interesse an den Medaillengaranten wieder entdeckt, da in China die Förderungsgelder den Provinzen u.a. nach den Erfolgen ihrer Athleten zugewiesen werden. "Als ich nach Athen ein kurzes Formtief hatte, wollten sie nichts mehr von mir wissen. Und jetzt…", versucht Zhang seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Solange nicht festgelegt wurde, welche Provinz nun offiziell für Zhang zuständig ist, erhält er auch kein Gehalt. Ein Umstand, der seine Vorbereitungen empfindlich stören würde.

Die endgültige Entscheidung wird nun in den nächsten Wochen vom chinesischen Staatsministerium für Sport erwartet.

Fälle wie diese sind in der Volksrepublik auf Grund der chinesischen Förderungspolitik nicht ungewöhnlich. Neben Zhang, sind der Snooker-Spieler Ding Junhui und Han Xiaopeng, der Sieger der Olympischen Winterspiele, weitere Athleten, um denen mehrere Provinzen ein Tauziehen begonnen haben.

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