Tschetschene geht für Österreich an die Hantel

Am Beispiel von Ruslan Tachaev wird deutlich, dass die Alpenrepublik selbst von migrationswilligen Athleten profitiert.
Nachdem der gebürtige Österreicher Matthias Steiner seiner Heimat den breiten Rücken zugekehrt hat und seit seinem Olympia-Sieg zum deutschen Aushängeschild für das Gewichtheben avancierte, wurden in der Alpenrepublik die Stimmen der Kritiker lauter. Es wird vor allem bemängelt, dass der Weltverband der Gewichtheber (IWF) es zulässt, das eingewanderte Athleten schon nach einer relativ kurzer Zeit für die Nationalmannschaft ihrer neuen Heimat antreten dürfen.

Dabei ist Österreich keineswegs ein Opfer der liberalen Politik der IWF. Mit Ruslan Tachaev haben sie selbst einen sehr erfolgreichen Athleten mit Migrationshintergrund   in ihrer nationalen Auswahl. Ruslan musste seine Heimat auf Grund des russisch-tschetschenischen Konflikts verlassen und lebt seither in Österreich. Obwohl er mit 48 Jahren nicht mehr zum Perspektivkader für die Olympischen Spiele 2012 zählt, bringt   er der Alpenrepublik zuverlässig Spitzenplatzierungen ein. Dazu gehörten u.a. der zweite Platz bei der Europameisterschaft 2006 und der Sieg der Seniorenweltmeisterschaft 2008.

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