Training: Kalorienverbrauch in der Winterzeit

Die kalte Jahreszeit biete nicht gerade viele Anreize, um jeden Morgen eine halbe Stunde früher aufzustehen, um die Laufeinheit vor dem Antritt im Büro zu absolvieren. Emsige Läufer wie entschlossene Diätiker schlagen häufig die Bettdecke mit der Gewissheit zur Seite, dass man in der nasskalten Jahreszeit wenigstens mehr Kalorien verbrauchen und so die morgendliche Qual sich doppelt auszahlen würde.

In der Theorie scheint diese Annahme plausibel. Wenn es draussen kalt ist, muss unser Organismus mehr Energie aufwenden, um unsere Körpertemperatur konstant zu halten. Doch wie sieht es aus, wenn man diese Überlegung mit wissenschaftlichen Fakten konfrontiert?

Leider nicht so gut. Denn eine Studie aus dem Jahr 1991 zeigte, dass einige der biochemischen Prozesse, die am Fettstoffwechsel beteiligt sind, bei kalten Temperaturen langsamer von statten gehen.

Die Forscher medizinischen Forschungsinstitut der US-Marine, an dem die Studie durchgeführt wurde, vermuten die Ursache für ihre Beobachtung in der Verengung von Blutgefäßen. Ist unser Körper Kälte ausgesetzt, reduziert er den Blutfluss in den Gliedmaßen, um die Wärmeabgabe so minimal wie möglich zu halten.

Interessanterweise atmen wir jedoch beim Training im Winter pro Minute mehr Luft ein, als bei vergleichbaren Trainings in sommerlichen Temperaturen.

Die Studie zeigte außerdem, dass die Herzrate bei kaltem Wetter etwas niedriger sein kann, wohingegen sich die Sauerstoffaufnahme leicht erhöht.

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