Schlägerei bei Bundesliga-Finale

Der an Spannung kaum zu überbietende Endkampf der Bundesliga im Gewichtheben endete mit einem Sieg der Obrigheimer Mannschaft und einem Eklat. Zwei Jahre in Folge konnte sich der Titelverteidiger SSV Samswegen an der Spitze der mit internationalen Elitehebern besetzten Liga halten. Doch diesmal musste die Mannschaft aus dem Bördeland gleich drei Ausfälle von Leistungsträgern beklagen und kam "nur" auf solide 916 Punkte. Immerhin konnte sie aber mit Victors Scerbatis, dem Europa- und Weltmeister aus Lettland, den besten Athleten des Tages stellen. Dennoch war schon frühzeitig klar, dass der gastgebende Verein AC Chemnitz und die Mannschaft der Germania Obrigheim den Titelkampf unter sich ausmachen würden.

Vor 1300 Zuschauern lieferten sich die beiden ebenbürtigen Teams ein packendes Duell, das sich erst im letzten Versuch des Abends von Matthias Steiner entscheiden sollte. Mit 241 kg lagen genau jene Kilogramm auf der Hantel, die den Gastgebern den Sieg eingebracht hätten. Steiner wuchtete die Last im Stoßen zwar tatsächlich nach oben, bekam aber wegen eines Wacklers den Versuch 2:1 ungültig. Eine umstrittene Entscheidung, die Bundestrainer Frank Mantek mit Kopfschütteln quittierte. Die sächsischen Fans waren sogar so aufgebracht, dass sie die Heberplattform stürmten und ihren Unmut lautstark zu Gehör brachten. Zwei Besucher attackierten dabei die Kampfrichter und konnten zunächst selbst von der anrückenden Polizei nicht unter Kontrolle gebracht werden. Zwei Beamte wurden während der Randale verletzt.

Der Vorstand des AC Chemnitz kündigte entsprechende Maßnahmen an, um einen solchen Vorfall zur Einmaligkeit werden zu lassen.

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