Olympische Spiele ohne bulgarische Beteiligung

Griechische Verhältnisse in Bulgarien: Nationale Dopingfander haben gleich die gesamte Nationalmannschaft überführt. Die elitäre Gewichthebernation kann damit keine Heber nach Peking entsenden.

Zwar könnte der bulgarische Verband noch bis zum 23. Juli eine Ersatzmannschaft nachnominieren, allerdings müssten alle berufenen Athleten bereits seit mindestens sechs Monaten im Testpool der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) sein. Und das Land am Schwarzen Meer hat abgesehen von den drei Frauen und acht Männern, die positiv getestet wurden, solche Athleten schlicht nicht.

Während in Griechenland ein ähnlicher Vorfall zur einer nationalen Entrüstung führte, zuckte die bulgarische Medienlandschaft lediglich mit den Schultern.

Die Liste von Bulgariens positiv getesteter Athleten ist mindestens genauso lang wie die der internationalen Erfolge.

Bei den Sommerspielen 1988 in Seoul wurden die beiden Goldmedaillengewinner Mitko Grablev und Angel Genchev wegen Dopings disqualifiziert.

Spuren eines Diuretikums fand man anlässlich der Olympischen Spiele 2000 im Urin von Isabela Rifatova, Ivan Ivanov und Sevdalin Minchev. Alle drei mussten ihre gewonnenen Medaillen zurückgeben.

Aber auch abseits der Sommerspiele wurden bulgarische Heber überführt, weshalb sich einige Funktionäre des Internationalen Komitees zu der Aussage gezwungen sahen, die bulgarische Nation, wenn nicht sogar die gesamte Sportart, von den Olympischen Spielen auszuschließen, da angesichts der vielen Dopingfälle in Griechenland, Iran, Indien, Bulgarien und weiteren Nationen das Gewichtheben offensichtlich vom Doping durchsetzt sei.

Bisher wurde jedoch immer mildernd zur Kenntnis genommen, dass die meisten Athleten von den jeweiligen nationalen Anti-Doping-Agenturen überführt wurden.

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