Neue Fakten zum Gerichtsprozess von Craig Titus

Dem wegen Mordes angeklagten Profi-Bodybuilder Craig Titus wird unter anderem das Anheuern eines Auftragskillers zur Last gelegt. Anscheinend handelt es sich dabei jedoch nur um einen von der Staatsanwalt fingierten Verdacht . Bisher galt die Faktenlage als gesichert, dass Titus versucht habe, über seinen Zellengenossen einen Auftragskiller ausfindig zu machen, der Belastungszeugen beseitigen sollte.

Der Vater des Zellengenossen meldete sich gestern in der US-Nachrichtensendung "News 3" zu Wort.
"Diese Auftragsmordgeschichte ist ausgedacht und dient nur dem Zweck, Craig Titus zu verurteilen", gab er sichtlich erregt vor laufenden Kameras zu Protokoll.

Sein Sohn, Nelson Ronald Brady Jr., verbrachte im Februar letzten Jahres 16 Tage gemeinsam mit Craig Titus in einer Zelle. Als er entlassen wurde, versuchte er Titus zu helfen, indem er Informationen über den Mordfall zusammen trug. Laut der Staatsanwaltschaft versuchte Brady jedoch in Wirklichkeit im Auftrag von Titus einen Auftragskiller ausfindig zu machen.

"Dafür gibt es allerdings keinerlei Beweise", erklärt Bradys Vater. Weiter fügte er hinzu, dass die Staatsanwaltschaft angeblich über Tonbandaufnahmen verfüge, die den Vorwurf belegen können. Tatsächlich weigert sich der Staatsanwalt jedoch, diese Aufnahmen den Anwälten der Gegenseite verfügbar zu machen. Bradys Vater wies außerdem auf die schlechten Haftbedingungen hin, unter denen sein Sohn zu leiden habe. Obwohl es bei der gegenwärtigen Beweislage unüblich ist, wird sein Sohn seit mehr als 9 Monaten in verschärfter Einzelhaft geführt. Er vermutet, dass sein Sohn auf diese Weise überzeugt werden soll, sich eine Geschichte auszudenken, um Titus stärker zu belasten .

Nachdem sich die Gefängnisleitung beharrlich geweigert hatte, eine Erklärung für Bradys Einzelhaft gegenüber "News 3" zu geben, verpflichtete sie eine richterliche Anordnung die Gründe darzulegen. Zudem wurde die Staatsanwaltschaft angewiesen, Bradys Anwalt bis zum 11. August die belastenden Tonbandaufnahmen zukommen zu lassen.

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