Muskelkater – Wieso, weshalb, warum?

Muskelkater gehört zu den Urphänomenen körperlichen Trainings. Interessant ist, dass es bisher in der Sportwissenschaft noch keine einheitliche Meinung gibt, warum es zu den Schmerzen des aktiven Bewegungsapparates kommt. Wenn irgendwo der Begriff Muskelkater auftaucht, ist das Wörtchen Milchsäure meist nicht weit entfernt.

Muskelkater wird durch die Ansammlung von Milchsäure in den Muskelzellen verursacht. Das war lange die gängige Meinung, die auch von wissenschaftlicher Seite mehr oder weniger abgenickt wurde. Problematisch an dieser Theorie ist jedoch, dass Milchsäure in der Muskulatur innerhalb von 60 Minuten abgebaut wird. Wäre dem nicht so, dann würden wir das Muskelbrennen, dass wir bei einen Satz Kniebeugen in den Oberschenkeln bekommen, über Tage konstant spüren. Tatsächlich ist es aber doch so, dass Muskelkater meist mit einer ein bis zweitätigen Verspätung auftritt.

Neuere Studien weisen nun daraufhin, dass Muskelkater die Folge von vielen kleinen Entzündungsherden ist, die sich dort bilden, wo die Aktin- und Myosinfilamente der Muskelfasern auf Grund des Trainings Mikrorisse erlitten haben. Da Entzündungen nicht unmittelbar spürbar sind, ist erklärbar, warum man Muskelkater nicht sofort nach dem Training empfindet. Diese Theorie findet aktuell den größten Rückhalt in der Sportwissenschaft. Je nach Stärke der Zellschäden kann Muskelkater zwischen einen Tag bis hin zu einer Woche spürbar sein.

Mit leichten Trainingseinheiten, die eher dazu dienen die betroffenen Muskelregionen zu durchbluten, mit Wärmebädern und Massagen lässt sich der Heilungsprozess verkürzen. Entzündungshemmende Nährstoffe wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren (kommt in Fisch-Öl und Avocados vor) können ebenfalls die Dauer und Intensität des Muskelkaters verringern.

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