Muskelabbau nach einem Steroidzyklus minimieren

F: Nächste Woche geht meine allererste Steroidkur zu Ende. Ich habe zwei Monate lang täglich 30 mg Dianabol genommen und außerdem 400 mg Primobolan Depot pro Woche injiziert. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Mein Körpergewicht ist um 9 kg in die Höhe geklettert und meine Kraft ist sprichwörtlich explodiert. Jetzt mach ich mir allerdings Sorgen, dass ich nach dem Absetzen einen großen Teil der Zuwächse verlieren könnte. Gibt es irgendwelche natürlichen Produkte, die mir helfen meine Fortschritte weitestgehend zu erhalten?

A: Nach Abschluß einer Steroidkur findet man sich in der Regel mit drei Problemen konfrontiert, die alle an der frisch erworbenen Muskelmasse nagen: 1.) Die körpereigene Testosteronproduktion ist mehr oder weniger stark reduziert bzw. völlig unterdrückt, 2.) es existiert ein Cortisonüberschuß im Blut, der sich katabol (abbauend) auf die Muskelzellen auswirkt nachdem diese ihr Cortisonschutzschild (Steroide) verloren haben und 3.) es beginnt eine Flüssigkeitsdiffusion von den Muskelzellen zum Blutkreislauf hin einzusetzen, d.h., die Muskelzellen verlieren rasch an Volumen. Wer seine erzielten Steroidfortschritte nach dem Absetzen quasi nicht über Nacht wieder verlieren möchte, dem bleibt also nichts anderes übrig als diesen drei Punkten seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen um schleunigst ein probates Gegenmittel zu finden. Sinnvollerweise sollten diese Gegenmittel auf natürlicher Basis sein, schließlich will man ja nach einer Steroidkur dem Körper die Gelegenheit geben seine Funktionen wieder zu normalisieren.

Muskelabbau nach einem Steroidzyklus minimieren
Tribulus Terrestris, wie z. B. Testalon-2, hilft die körpereigene Testosteronproduktion wieder in Schwung zu bringen.

Zur beschleunigten Ankurbelung der körpereigenen Testosteronproduktion empfehle ich Tribulus Terrestris. Tribulus Terrestris stimuliert direkt die testosteronproduzierenden Leydigzellen in den Hoden und sorgt so auf natürliche Weise, dass der Körper seinen ‚Testosteron-Motor‘ wieder anwirft. Eine Tagesdosierung von 1000 mg Tribulus Terrestris ist dabei ausreichend. Achten Sie darauf, dass Ihr Tribulusprodukt (z.B. Testalon-2) auch ca. 15 mg Zink pro Tagesportion liefert, da dieses Spurenelement eine Schlüsselrolle bei der Testosteronproduktion einnimmt. Idealerweise sollten Tribulus Terrestris und Zink bereits in den letzten beiden Wochen einer Steroidkur zum Einsatz kommen und dann nach Ende des Steroidzyklus noch mindestens zwei weitere Wochen täglich eingenommen werden.

Den Cortisonüberschuß könnte man z.B. durch phosphatidylserinhaltige Präparate wie z.B. Cort-Block bekämpfen. Cort-Block besitzt die erfreuliche Eigenschaft unnatürlich hohe Cortisonwerte im Blut zu senken. Wichtig ist hierbei mit der Cort-Block Anwendung unmittelbar nach dem Ende der Steroidapplikation zu starten. Verwenden Sie hierbei 800 mg Phosphatidylserin pro Tag und zwar täglich über einen Monat hinweg. Einem Verlust an Muskelzellvolumen durch einen verstärkten Austritt von Flüssigkeiten und Glykogen aus der Muskelzelle wirkt man am besten durch die kombinierte Gabe von Creatin und Glutamin entgegen.

Ich rate Ihnen zu 15 g Creatin pro Tag, aufgeteilt auf zwei Einzelgaben sowie 20 g Glutamin pro Tag, ebenfalls auf zwei Einzelportionen verteilt. Konsumieren Sie Creatin und Glutamin täglich über einen Zeitraum von sechs Wochen hinweg. Die ausgeprägten Flüssigkeitsbindekapazitäten von Creatin und Glutamin werden das Muskelzellvolumen weitestgehend stabil halten.

von D. Sinner Autor  des Buches ‚Der Steroidersatz 2006‘ und des Bestsellers „ANABOLE STEROIDE 2010 – Das schwarze Buch.. Er vermittelt Ihnen praxisnahe Infos über Ernährung und Zusatzpräparate.

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