Kritik für Joe Weiders Aufnahme in die “Hall of Fame” Kaliforniens

Während die Muskelszene die Ehrung für den Vater des modernen Bodybuildings begrüßt, kritisieren angesehene Blätter des Staates die Entscheidung Schwarzeneggers.
Die “Los Angeles Times” stellt in ihrer heutigen Ausgabe alle Kandidaten vor, die zum Ausklang des Jahres in die Ruhmeshalle des Sonnenstaates aufgenommen werden. Neben Carol Bernett und George Lucas, die beide hohes Ansehen im Show- und Filmgeschäft genießen, bekam auch Joe Weider seinen ewigen Platz.

Die Autoren der “LA Times” kritisieren dabei, dass Weider ausschließlich wegen seiner Freundschaft zu Arnold Schwarzenegger zu dieser Ehre gekommen wäre. Schließlich ist er es gewesen, der die österreichische Eiche nach Amerika holte, ihn finanziell protegierte und zum Bodybuilding-Champion aufsteigen ließ, behaupten die Journalisten weiter.

Sicher sind diese Vorwürfe nicht ganz unberechtigt, wenn man bedenkt, dass auch eine Autorin in die “Hall of Fame” gewählt wurde, die nur regionale Bekanntheit genießt, jedoch zu den Lieblingsschreiberlingen von Schwarzeneggers Ehefrau gehört.

Was die Journalisten der “LA Times” bei ihrer Kritik jedoch sträflichst unerwähnt ließen, sind Joe Weiders Verdienste als Verleger und Geschäftsmann. Dem Kanadier ist es gelungen, ein weltweites Imperium aufzubauen und nutzte als einer der ersten die Kombination von Medien und Versandhandel als profitablen Vertriebskanal. Dass er mit seinen Publikationen wie der FLEX, der “Muscle & Fitness” und anderen Zeitungen sowie Büchern Millionen von Menschen zu einem gesunden und aktiven  Lebensstil angeleitet hat, ist zudem Grund genug, Weider die Ehrung nicht zu verweigern.

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