Indische Skandal-Heberin offenbar doch positiv

Die B-Probe von Monika Devi ist laut einer Meldung des WADA-Labors in Tokio positiv auf anabole Steroide ausgefallen. Devi hatte bisher die Einnahme verbotener Substanzen bestritten und stürzte den indischen Gewichtheberverband in eine schwere Krise.

Der Name der 28-jährigen Athletin steht an der letzten Stelle einer langen Liste von Athleten, die seit den Olympischen Spielen in Athen 2004 von der WADA des Dopings überführt wurden. Devi war der sogenannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das jedoch nicht nur wegen der nachgewiesenen Einnahme unerlaubter Mittel. Viel eher weil die junge Heberin der maroden und zugleich korrupten Struktur des Nationalsports Indiens ein Gesicht gab und so den Medien den entscheidenden Angriffspunkt lieferte.

Devi wird vorgeworfen, dass sie einen hochrangigen Funktionär bestochen haben soll, um bei den Olympischen Spielen in Peking starten zu dürfen. Tatsächlich fand sich ihr Name auf der Nominierungsliste wieder, obwohl es   Athletinnen gab, die sie bei Qualifikationsturnieren geschlagen hatten. Erst auf Druck der Öffentlichkeit wurde eine Untersuchung eingeleitet, die unter anderem zu einer kurzfristig angesetzten Disqualifikation von Devi führte. Der indische Verband bemüht sich seither um eine heilende Umstrukturierung, die vom Weltverband kritisch beobachtet wird.

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