Griechen dürfen doch nach Peking

Ungeachtet des Doping-Skandals, der weltweit Beachtung fand, darf der griechische Verband eine Auswahl zu den Olympischen Sommerspielen entsenden. Im März sorgte die griechische Gewichtheberszene für internationale Schlagzeilen, als elf Athleten bei einer Trainingskontrolle positiv auf das Steroid Trenbonol getestet wurden und sich die Hinweise auf ein organisiertes Doping-Netzwerk innerhalb der Elite-Heber verdichteten.

Nachdem sich die Justiz eingeschaltet hatte und den mittlerweile beurlaubten Bundestrainer Christos Iakovou ins Visier nahm, wurden Behauptungen hervorgebracht, dass die positiven Testergebnisse mit Supplements einer chinesischen Firma im Zusammenhang stünden.

Seither herrschte Ungewissheit, welches Strafmaß der Weltverband der Gewichtheber, die IWF, verhängen würde. Gestern teilte der griechische Rundfunk mit, dass die IWF für jeden positiven Athleten eine Geldstrafe von 50.000 US-Dollar veranschlagt und die betreffenden Athleten für zwei Jahre sperrt. Ein relativ mildes Urteil, wenn man auf andere Sportarten mit vergleichbaren Fällen blickt. So hatte zum Beispiel der Weltverband der Kraftdreikämpfer (IPF), die gesamte russische Nation gesperrt, als sich die positiven Dopingfälle ihrer Athleten häuften.

Das Urteil der IWF hat keinen Einfluss auf das schwebende Justizverfahren.

Da die Top-Athleten Griechenlands nun gesperrt sind, schicken die Nachfahren der einstigen Demokratiebegründer die Heber aus der zweiten Reihe mit trüben Aussichten auf Edelmetall in die asiatische Volksrepublik.


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