Gouvernator sagt Hasta la vista!

Am 3. Januar sah der sonst proper gefüllte Terminkalender von Arnold Schwarzenegger nur einen einzigen Punkt vor: Schreibtisch räumen. Der einstige Mr. Olympia nahm am Montag Abschied von seiner Politikerkarriere. Zumindest vorerst. Denn nach zwei Amtsperioden war es dem Leinwandhelden nicht gestattet, noch einmal zu kandidieren, so dass er seinen Posten zwangsläufig räumen musste.

Der Name Arnold Schwarzenegger steht für Erfolg. Und das in mehrfacher Hinsicht. Der Österreicher schaffte es nicht nur im Bodybuilding an die Spitze, sondern wie allseits bekannt auch in der Traumfabrik Hollywoods, wo er zu einem der bestbezahlten Schauspieler avancierte.

Weniger bekannt ist hingegen, dass er bereits zweimal auch als Regisseur in Erscheinung trat. So gab er bei einer Folge „Geschichten aus der Gruft“ und bei „Christmas in Conneticut“ in den 90er Jahren hinter der Kamera den Ton an. Auch auf akademische Erfolge kann der 63-Jährige verweisen.

Neben einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre hält er auch einen Ehrendoktortitel der Universität von Wisconsin inne und wurde zudem von der Simon Wiesenthal-Stiftung für seine aktive Hilfe der Holocaust-Forschung geehrt.

Während seiner Amtszeit geriet die Lichtgestalt jedoch in den Schatten des politischen Tagesgeschäfts. Obwohl sich Schwarzenegger auf der weltpolitischen Bühne nicht unbedingt als Bush-treu positionierte, blieb er in der Regionalpolitik der republikanischen Linie treu. So mutierte der Terminator-Mime in der Realität durch unterzeichnete Todesurteile und der Ablehnung von Gnadengesuchen zum echten Vollstrecker. Auch das er die finanziellen Nöte seines Bundesstaates entgegen gemachter Wahlversprechen nur bedingt verringern konnte, schadete seinen Ruf als strahlenden Erfolgsmenschen. Hinzu kommt, dass er zum Ende seiner Amtszeit vermehrt Posten an enge Vertraute und Weggefährten verteilte. Unter anderem erhielt Ex-Mr. Olympia Franco Columbo unter Schwarzeneggers Führung eine hochrangige Position in einem medizinischen Gremium.

Auch wenn Schwarzenegger in seinem letzten Betätigungsfeld nicht an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen konnte, hat er es mit der Wahl zum Gouverneur doch wieder einmal in die höchstmögliche Position geschafft.

Was nun folgt, ist noch ungewiss. Ein Abendessen mit James Cameron lässt in Fans die Hoffnung aufkeimen, dass Arnold auf die Leinwand zurückkehren wird. Immerhin hat er das mehrfach selbst als mögliche Option bezeichnet. Fraglich ist jedoch in welcher Rolle. Eine Rückkehr zu Terminator-Filmen und anderen Action-Rollen scheint ausgeschlossen. Als Charakter-Mime hat sich Arnold jedoch nicht positionieren können. Seine Auftritte in „Twins“, „True Lies“ und „Turbo Man – Jingle all the Way“ haben jedoch gezeigt, dass er auch in komödiantischen Rollen eine gute Figur abgeben kann.

Arnold Schwarzenegger
Arnold Schwarzenegger

Weitere Artikel

Loading…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.