Gewichtheben: Matthias Steiner gibt nicht auf

Es folgt ein Rückschlag nach dem anderen und obwohl vieles auf ein Olympisches Debakel hindeutet, will Matthias Steiner nicht aufgeben. Mit einer Woche Verzögerung reist er nun zum Trainingslager in seine alte Heimat Österreich, um sich dort mit seinen deutschen Teamkollegen den letzten Schliff für die Olympischen Sommerspiele holen.

Vor der Europameisterschaft im April lief für Matthias alles wie am Schnürchen. Doch seitdem Steiner soverän Vize-Europameister wurde, ist der gebürtige Steirer vom Pech verfolgt. Wegen grippalen Infekten musste er seine Vorbereitungen bereits zweimal unterbrechen. Dann kam eine akute Muskelverspannung hinzu, die den Berserker für beinahe zwei Wochen ans Krankenbett fesselte.

In der letzten Woche sollte dann eigentlich die Fahrt nach Österreich anstehen, um dort mit den deutschen Mannschaftskollegen konzentriert die letzte Phase der Olympia-Vorbereitung anzugehen. Doch wieder wurde der 29-jährige Olympionike von einer schweren Grippe gestoppt.

Nachdem auch dieser Rückschlag überstanden ist, wird Steiner morgen in die alte Heimat reisen. Trotz allem zeigt er sich alles andere als entmutigt. „Es fehlt die Substanz“, gibt er unumwunden in Interviews zu. Dennoch will er seine Olympiateilnahme nicht still und heimlich begraben, sondern mit ganzem Herzen in London auf die Bühne treten.

Eine Titelverteidigung scheint wenig wahrscheinlich. Doch Matthias ist der Erfolg der Mannschaft viel wichtiger. Denn selbst eine Platzierung außerhalb der Medaillenränge würde den deutschen Hebern wertvolle Punkte verschaffen, die für das nationale Sportförderungsprogramm von Bedeutung sind.

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