Gewichtheben: Inhaftierter Olympia-Sieger wird zum Nationaltrainer

Der spektakuläre Fall um den bulgarischen Olympia-Sieger Galabin Boevski wird immer bizarrer. Während sich der Gewichtheberstar im Gefängnis von Rio de Janeiro befindet, will der brasilianische Gewichtheberverband den Bulgaren als Berater oder gar Nationaltrainer anwerben. Sollte Galabin das Angebot annehmen, würde ihn im Gegenzug ein Teil der Haftstrafe erlassen.

Das Interesse an Boevski mutet vor allem im Kontext seiner Verurteilung als sehr eigenartig an. Der Bulgare wurde im März 2012 in Brasilien zu mehr als 9 Jahren Haft verurteilt, weil Kontrolleure in seinem Gepäck am Flughafen rund 7 kg Kokain fanden. Galabin bestreitet seit jeher die Tat und wird nicht müde daraufhin zu weisen, dass es während des Gerichtsprozesses zu Ungereimtheiten kam (Zerstörung von Beweismitteln).

Die Tatsache, dass Brasilien als Ausrichternation der nächsten Olympischen Spiele ein hohes Interesse an einer möglichst großen Medaillenausbeute hat, ruft Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Allerdings ist es dann doch schwer zu glauben, dass Brasilien den Gewichtheberstar nur deswegen in den Knast geworfen hat, um von seinem Trainingswissen zu profitieren.

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