Gewichtheben: Bulgarien will Start von Aserbaidschan bei den Olympischen Spielen verhindern

Was im Fußball zwischen den Vereinen schon längst Gang und Gebe ist, etabliert sich nun auch im Gewichtheben zwischen einzelnen Nationen. Die Rede ist vom so genannten Athletentransfer.

Nachdem sich Aserbaidschan bereit erklärt hatte, stolze 400.000,- Euro in die Kasse des bulgarischen Gewichtheberverbandes fließen zu lassen, erlaubte dieser im Gegenzug, dass die Top-Heber Boyanka Kostova und Valentin Hristov für den Nachbarstaat an die Hantel gehen dürfen.

Nachdem Hristov jedoch im November letzten Jahres bei den Weltmeisterschaften in Paris die Bronze-Medaille bekommen hat, verlangt Bulgarien nach einer Sonderzahlung, damit sie die Spitzenathleten auch bei den Olympischen Spielen in den Farben von Aserbaidschan antreten lassen.

Der Gewichtheberverband Aserbaidschans hingegen sieht sich über den Tisch gezogen und gibt an, dass sich die Abmachung sowohl auf die Weltmeisterschaften als auch auf die Olympischen Spielen in London bezog. Beide Länder bedrohen sich nun gegenseitig damit, rechtliche Mittel einsetzen zu wollen.

Vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele, deren Idee doch eigentlich darin besteht, dass jedes Land seine ganz eigenen besten Athleten antreten lässt, mutet das internationale Gezerre um die Heber wie eine bizarre Groteske an. Es bleibt abzuwarten, wie lange sich das Internationale Olympische Komitee dieses Spiel mit ansehen wird.

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