Forscher konnten Fettzellen deaktivieren

Ein Forscher-Team aus dem australischen Melbourne erlebte jüngst einen Durchbruch bei seinen Arbeiten und hofft nun, den Weg für eine endgültige Lösung gegen Fettsucht und Übergewicht geebnet zu haben.

Die Wissenschaftler am "Bernard O’Brien Institut  sind in den letzten vier Wochen zwei Chemikalien auf die Spur gekommen, die als An- und Ausschalter für Fettzellen fungieren und dafür sorgen, dass diese sich vergrößern oder vermehren.

Die Forscher haben außerdem zwei Wirkstoffe entwickelt, die Fettzellen in ihrer Funktionsweise hemmen können. Die Substanzen sollen nun in einer Langzeitstudie an Ratten getestet werden, um zu sehen, ob in weiteren Schritten eine Anwendung bei Menschen möglich wäre.

Das Team am "Bernanrd O’Brien Institut  hat in den letzten zwei Jahren bereits mehrfach für Schlagzeilen in der Fachpresse gesorgt. Zum Beispiel als es Ihnen gelang aus Fettzellen Brust- und schlagendes Herzgewebe herzustellen.

Da die Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Arbeit noch nicht offiziell publiziert haben, ist bislang noch nicht bekannt, um welche Enzyme und Wirkstoffe es sich genau handelt, die offenbar einen solch signifikanten Effekt auf die Lipidspeicher haben.

Professor Greg Dusting, der Leiter des Teams, verriet jedoch, dass die vorliegenden Resultate eine deutliche Sprache sprechen würden und eine entscheidende Bedeutung im Kampf gegen krankhafte Fettleibigkeit einnehmen werden.

Professor Dusting hofft, dass die Tierversuche innerhalb der nächsten zwei Jahre genügend Aufschluss darüber geben, inwieweit die Forscher das Wachstum der Fettzellen steuern können und ob die entwickelten Wirkstoffe, die auf molekularer Ebene arbeiten, für den Menschen ungefährlich sind. Dusting rät trotz aller Zuversicht zu gemässigten Erwartungen. Schließlich wisse man noch nicht, welche Nebenwirkungen das Deaktivieren von Fettzellen haben könnte und wie sich der Körper verhält, wenn er ein Kalorienüberschuss nicht als Fetteinlagerung kompensieren kann.

Das Institut hat es schon vor längerer Zeit geschafft, einen etwas faustgroßen Fettklumpen im Labor künstlich herzustellen. Bisher vor wenigen Wochen war ihnen jedoch nicht genau klar, was das Wachstum der Fettzellen eigentlich anregt.

Der Durchbruch kam in Zusammenarbeit mit der Melbourne-Universität, als zwei Oxidaseenzyme ausfindig gemacht werden konnten, die den Fettzellen Wachstum signalisieren.

Mitarbeiter der Melbourne-Universität haben Ratten eine enorm kalorienreiche Diät verabreicht, die aus Fleisch, Kuchen, Chips und Doughnuts bestand. Die Tiere haben in wenigen Wochen ihr Körpergewicht um mehr als 10 Prozent erhöht und litten zudem unter Bluthochdruck.

Neben größerer Fettzellen konnten die Wissenschaftler ein erhöhtes Vorkommen eben jener Oxidaseenzyme feststellen, die sich später als An- und Ausschalter für das Fettzellenwachstum herausstellen sollten.

Laut Professor Dusting ist Fett der aktivste Stoff in unserem Organismus und hat eine unmittelbare Wirkung auf alle Organe. Gerade deshalb will er besonders vorsichtig mit seiner neuen Entdeckung umgehen, hofft aber, dass er allen krankhaft Übergewichtigen in absehbarer Zeit ein helfendes Medikament zur Seite stellen kann.

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