FLEX-Verlag rettet sich aus der Finanznot

Nach nur knapp zwei Monaten im amerikanischen Insolvenzverfahren darf das Verlagshaus AMI den regulären Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen. Die Muskelblätter FLEX und Muscle & Fitness scheinen damit die Krise zunächst überstanden zu haben.

David Pecker, der Geschäftsführer des AMI-Verlages, musste sein Unternehmen im Spätherbst als bankrott erklären. Unter dem Schutz eines speziellen Gesetzes, das von US-Präsident Obama ins Leben gerufen wurde, um ein Massensterben großer Firmen in Zeiten der amerikanischen Wirtschaftskrise zu verhindern, wurden dem angeschlagenen Verlag $350 Millionen Schulden erlassen. Der zuständige Richter hat dem in New York ansässigen Unternehmen nach einer substanziellen Umstrukturierung wieder die volle Geschäftstauglichkeit bescheinigt und die Freigabe erteilt, im Januar 2011 alle Geschäftsprozesse wieder eigenständig in die Hand zu nehmen.

Mit der Rettung des Verlags scheint auch die Zukunft der Traditionsblätter FLEX und Muscle & Fitness zunächst gesichert. Die Muskelmagazine haben im Vergleich zu den anderen Titeln des Verlags wie Shape, Star oder Men’s Fitness eine relativ geringes Profitpotential und liefen Insider-Gerüchten zufolge Gefahr, aus den Kioskregalen zu verschwinden.

Ob die Bodybuilding-Hefte tatsächlich weiterhin in Printform erscheinen werden, ist jedoch alles andere als klar. Denn Geschäftsleiter Pecker erklärte, dass er sich nun verstärkt auf das Internet als Publikationsplattform konzentrieren werde.


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