Evan Centopani gewinnt FLEX Pro 2011

Mit Evan Centopani stand am Ende ein Mann einzeln auf der Bühne des zum ersten Mal ausgetragenen „FLEX Pro Grand Prixs“, der vor Beginn der Show nicht so recht als Titelfavorit in Frage kam. Denn Fans wie Fachjournalie hatten in ihren Prognosen Dexter Jackson (Mr. Olympia 2008) und Dennis Wolf (5. Platz, Mr. Olympia 2010) klar vorn.

Doch die beiden Favoriten und Publikumsmagneten enttäuschten die Erwartungen der Fans. Beide stellten eine Form in das Scheinwerferlicht, die nicht mit den ihnen anhaftenden Status, Mitglied der Profi-Elite zu sein, vereinbar war.

Dexter Jackson, der Olympiasieger von 2008 und mehrfache Arnold-Classic-Sieger, liess jene legendäre Muskelhärte und – schärfe vermissen, die ihn seinen Spitznamen „The Blade“ einbrachte. Dennoch konnte er dank seiner guten Linie und Symmetrie den totalen Absturz verhindern und landete auf einem angemessenen zweiten Platz.

Bei Dennis Wolf hatte die Jury kein Erbarmen und setzte ihn außerhalb der Top-3 auf Rang vier. Angesichts seiner fehlenden Härte und hoch ansetzenden Lat wäre diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar gewesen, wenn man nicht mit Fouad Abiad einen Athleten vor den Olympia-Fünften gesetzt hätte, der zwar in Form, aber hinsichtlich Masse schlicht nicht beeindrucken konnte. Diese Entscheidung der Jury kann auch als Warnschuss für Dennis betrachtet werden, das er sich trotz seiner guten Platzierung bei der letzten Olympia-Wahl keineswegs Formeinbussen erlauben darf.

Evan Centopani hatte in Los Angeles das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Wie bei seinem Profi-Debüt im Jahre 2008, wo er in New York an die schwächelnden Favoriten Dennis James und Markus Rühl vorbei ziehen konnte, profitierte er auch hier von den Fehlern der Konkurrenz. Evan nahm 2010 eine Auszeit und hatte diese auch vorbidlich genutzt, um an seine Schwächen zu arbeiten. Massiv und hart stand er dann auch auf der Bühne, allerdings bleibt sein langer Torso und unharmonische Linie ein klares Minus.

Die Platzierungen der FLEX Pro 2011

1. Evan Centopani
2. Dexter Jackson
3. Fouad Abiad
4. Dennis Wolf
5. Ben Pakulski
6. Ben White
7. Grigori Atoyan
8. Vladmir Sizov
9. Stan Efferding
10. Omar Deckard
11. Constantinos Demetriou
12. Robert Belisle
13. Daniel Hill
14. Milton Holloway, Jr.
15. Jo Jo Ntiforo
16. Danius Brazinskas
16. Wendell Floyd
16. Adorthus Cherry

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