Diät: Training verwandelt weißes Speicherfett in braunes Fett

Es ist nicht weniger als eine wissenschaftliche Sensation, was die Akademiker der renommierten Harvard-Universität da zu Tage förderten. Offenbar können regelmäßige Workouts weißes Fett in braunes Fettgewebe umwandeln. Das ist vor allem für diejenigen unter uns hochinteressant, die sich mit störrischem Hüftgold herumärgern, dass trotz strengster Diät nicht ganz verschwinden will. Denn braunes Fettgewebe ist anders als sein weißer Bruder metabolisch aktiv und verbrennt Kalorien und kann in der Konsequenz schneller abgebaut werden.

Bis vor kurzem glaubte man, dass nur Kleinkinder über braunes Fettgewebe verfügen und bis zum Erwachsenenalter verlieren würden. Erst im Jahr 2009 entdeckten Wissenschaftler, dass auch Erwachsene braunes Fett haben können. Allerdings glaubte man, dass dies eher genetischen Zufällen unterliegt. Die Forscher der Bostoner Eliteuniversität haben nun jedoch herausgefunden, dass das alles keineswegs viel mit DNA-Glücksspielen zu tun hat sondern mit hartem Training.

Die Sportwissenschaft weiß, dass sich in unseren Muskeln während anstrengender Trainingseinheiten die Substanz PGC1a bildet. Obwohl die Funktionsweise von PGC1a bisher noch nicht ganz verstanden ist, so wird die Substanz mit den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht, die mit einem regelmäßigen Trainingsregime einhergehen.

Neben PGC1a wird auch noch eine weitere Substanz gebildet, die in der Wissenschaft Fndc5 genannt wird. Die Harvard-Forscher setzten sich die Aufgabe, das Fndc5 näher zu untersuchen. Bisher galt es als faktisch unerforscht. Wie sich zeigte, zerfällt das Fndc5 in zwei weitere Proteine. Eines davon hatte man bisher noch nie zu Gesicht bekommen. Die Wissenschaftler tauften dieses Protein „Irisin“. Das Besondere an Irisin ist, dass es nicht in unseren Muskelzellen verweilt, so wie es beispielsweise das PGC1a tut, sondern über unsere Blutbahn zu unserem Fettgewebe transportiert wird.

Und da geschieht sie dann, die weiter oben angesprochene Sensation. Das Irisin dockt an weißes Fettgewebe an und verwandelt es in braune Fettzellen. Mit anderen Worten, wenn Sie sich bisher ausschließlich auf das Kalorienzählen verlassen haben, ist es an der Zeit, in die Trainingskleidung zu schlüpfen.

Die Wissenschaftler wollen in folgenden Studien untersuchen, welche Trainingsprotokolle zu einer maximalen Fettausschüttung führen und ob das Injizieren von Irisin zu lokalen Fettabbau führen kann.

Ein fitter Körper bedingt regelmäßiges Training.

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