Diät: So klappt’s mit der Low-Carb-Diät

Eine aktuelle Meta-Studie hat gezeigt, dass es in erster Linie auf die Kalorien ankommt, wenn man sich erfolgreich von den überzähligen Pfunden verabschieden will. Der gewählte Weg, ob nun fettarm oder wenig Kohlenhydrate, sei zweitrangig. Dennoch sind sich Ernährungsexperten einig, dass Kohlenhydrate eine besondere Rolle bei der Gewichtszunahme spielen und eine Low-Carb-Diät für viele Menschen die richtige Wahl sein sollte.

Sich auf den Low-Carb-Pfad zu begeben, ist jedoch nicht mit dem bloßen Verzicht von Nudeln und Backwaren getan. Zu einer kohlenhydratreduzierten Diät gehört weit mehr, wenn man sie bis zum Ziel durchhalten will. Die folgenden neun Tipps fassen das wesentliche Konzept, das hinter dem Low-Carb-Gedanken steht, kompakt und leicht verständlich zusammen.

Tipp 1: Zählen Sie die Kohlenhydrate
Einfach aus den Bauch heraus die täglich zugeführte Menge an Kohlenhydraten zu schätzen, fällt nur wirklich erfahrenen Diätikern einigermaßen leicht. Wenn Sie noch keine große Diät-Erfahrung haben oder sich erst seit kurzem mit dem Thema Ernährung und Gesundheit intensiver beschäftigen, tun Sie gut daran, wirklich jedes Gramm, das Sie an Kohlenhydraten essen, aufzuschreiben. Nach einer gewissen Zeit prägen Sie sich die Werte ein und können später auch ohne Waage und Nährwerttabelle den Kohlenhydratgehalt bestimmter Nahrungsmittel abschätzen.

Tipp 2: Bevorzugen Sie niedrig-glykämische Nahrungsmittel
Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat. Je komplexer die molekulare Struktur ist, um so geringer ist der glykämische Wert. Und der gibt an, wie stark die Insulinreaktion ausfällt. Wird besonders viel Insulin ausgeschüttet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kohlenhydrate ohne Umwege in die Fettspeicher gelangen. Gute Kohlenhydrate mit einer niedrigen glykämischen Wertigkeit stecken zum Beispiel in Vollkornprodukten, Äpfeln und Brokkoli.

Tipp 3: Vermeiden Sie Limonaden
Limonaden, gesüßte Fruchtsäfte und Energiedrinks sind wahre Kohlenhydratbomben. Bleiben Sie bei Tee oder Wasser, wenn es darum geht, den Durst zu löschen.

Tipp 4: Decken Sie sich mit Low-Carb-Speisen ein
Es fällt leichter, dem Low-Carb-Ansatz treu zu bleiben, wenn Sie ihren Kühlschrank und ihre Speisekammer mit entsprechenden Lebensmitteln auffüllen. So kommen Sie nicht in Versuchung, sich mit Nudeln und Co. den eigenen Erfolg zu verbauen.

Tipp 5: Clever auswärts essen
Diät halten ist keine besonders soziale Angelegenheit. Wenn Sie auf gemeinsame Abende in gemütlichen Restaurants nicht verzichten wollen, suchen Sie sich eine Gastronomie aus, die mehr als nur Pasta und Kartoffelgerichte zu bieten hat. Ein Fischrestaurant oder ein Steakhouse listen in ihren Speisenkarten viele perfekte Low-Carb-Gerichte.

Tipp 6: Lesen Sie die Etiketten
Nur weil etwas kohlenhydratarm aussieht, muss es nicht auch tatsächlich so sein. Wer ahnt schon, dass selbst sogenannte light-Produkte manchmal echte Fanale des Zuckers sind. Werfen Sie deshalb lieber einen Blick auf das Etikett um die falschen Freunde unter den Lebensmitteln zu enttarnen.

Tipp 7: Schwören Sie auf Nüsse
Das gesättigte Fett der Nüsse hält Sie nicht nur länger satt und verringert dadurch Hungerattacken, es ist gut für Ihr Herz und hält außerdem Ihren Fettstoffwechsel auf Trab.

Tipp 8: Nehmen Sie die richtigen Öle
Wegen der Kohlenhydratreduzierung müssen Sie automatisch mehr Fette zu sich nehmen, um ihren Tagesbedarf an Kalorien decken zu können. Wenn Sie hierfür Öle nehmen, setzen Sie mit Oliven-Öl, Erdnuss-Öl und Raps-Öl auf die gesunden Sorten.

Tipp 9: Bleiben Sie bei mageren Fleisch
Obwohl der Fettanteil bei einer Low-Carb-Diät etwas höher ist, bleiben die „alten“ Gesundheitsregeln bestehen. Abgesehen von Fisch-Tran sind tierische Fette so weit wie möglich zu vermeiden, um Gicht und Gefässerkrankungen vorzubeugen.

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