Dexter Jackson gewinnt Duell mit Phil Heath bei der Arnold Classic

In absoluter Hochform konnte Dexter Jackson einen stark verbesserten Phil Heath in Schach halten und zum dritten Mal von Arnold persönlich die Siegertrophäe erhalten. Über Jahre hinweg kam der in Florida lebende Vater von vier Kindern in einer bestechenden Form, die aber wegen der beachtlichen Konstanz langweilig zu werden drohte. Mit breiteren Schultern und einer pralleren Muskulatur überraschte Dexter die Juroren mit unerwarteten Verbesserungen, die schließlich den Sieg gegenüber Phil Heath, dem einzig gefährlichen Gegner, bedeuteten.

Heath selbst hatte sich hinsichtlich seiner Masse im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert ohne dabei seine herausragende Linie und Symmetrie einzubüßen. Sein Sieg bei der Ironman vor einer Woche ließ den Hype wieder aufkommen, den der 28-Jährige seit seinem ersten Profi-Auftritt erfährt.

Obwohl Phil auf der Bühne die Präsenz eines Siegers ausstrahlte, konnte er in den entscheidenden Posen nicht mit Dexter mithalten, der sich mit stoischer Gelassenheit dem hochkarätigen Teilnehmerfeld entgegen stellte. Durch Phils Schwäche im Brustbereich konnte Dexter vor allem bei den Frontposen Punkte sammeln.

Kai Greene, Unterhaltungskünstler und Choreopgraphie-Wunder im Profi-Zirkus, überzeugte mit einer sehr guten Härte und sichtbaren Verbesserungen  im Rücken- und Schulterbereich. Sein Manko bleibt allerdings der verhältnismässig kurze Rumpf, der ihn im direkten Vergleich gedrungen erscheinen läßt und die Frage aufwirft, ob er wirklich durch seinen dritten Platz Branch Warren hätte schlagen dürfen.

Der wuchtige Texaner kam nach einer kurzen Auszeit freakiger denn je auf die Profi-Bühne zurück und zeigte nicht nur die für ihn typische abnormale Vaskuläritat, sondern hatte obendrein noch einmal unübersehbar Masse auf seine ohnehin spektakulären Beine gepackt. Da sich sein Rücken ebenfalls zum Positiven verändert hatte, kam kein Ungleichgewicht auf. Sein vierter Platz sollte jedoch nicht die einzige fragwürdige Entscheidung der Kampfrichter sein.

Mit Platz 13 wurde Ronny Rockel weiter unter seinem Wert platziert. Der stets freundliche Sachse hatte auf seinen symmetrischen Körper drei solide Kilogramm Muskelmasse gepackt und hätte durchaus wie im Vorjahr die Top-8 knacken können. Warum er keinen einzigen Vergleich mit Athleten wie Toney Freeman, Johnnie Jackson oder Melvin Anthony bekam, bleibt eines der großen Geheimnisse des Abends. Für Ronny bietet sich aber nun in Australien und Neuseeland die Gelegenheit, die ersehnte Qualifikation für die Wahl zum Mr. Olympia zu erhalten.

ARNOLD CLASSIC ERGEBNISSE
1. Dexter Jackson
2. Phil Heath
3. Kai Greene
4. Branch Warren
5. Silvio Samuel
6. Gustavo Badell
7. Toney Freeman
8. Melvin Anthony
9. Johnnie Jackson
10. Desmond Miller
11. Moe Elmoussawi
12. David Henry
13. Ronny Rockel
14. Deshaun Grimez
15. Adorthus Cherry


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