Dennis Wolf im Interview

Mit seinem Sieg der Keystone Classics hat Dennis Wolf den ersten Schritt getan, um sich seinen Stern am Profi-Himmel zu erarbeiten. Für BMS schaut er noch einmal auf die vergangenen Wettkämpfe zurück und erzählt von seinen Perspektiven. Bei den Keystone Classics hast Du deinen ersten Profi-Sieg feiern können. Hast Du im Vorfeld damit gerechnet, dass Du Keystone gewinnen würdest?

Nein, ich habe nicht damit gerechnet, dass ich gewinnen würde. Ich habe damit gerechnet, dass eine Top 3 – Platzierung möglich ist. Man kann es nie wissen, da es für Europäer meistens schlechter ausgeht als es eigentlich sein sollte.

Wen hast Du in Keystone als Deinen härtesten Konkurrenten betrachtet?

Kai Greene  ,da er in einer super Form war und zu dem Zeitpunkt sehr gepuscht wurde .

Wie stufst Du diesen Sieg ein? Glaubst Du, er wird verhindern, dass Du bei der Olympia-Wahl wieder übersehen wirst?

Ich glaube, es macht ein Unterschied ob man einen Wettkampf in den USA oder in Europa und anderen Ländern gewinnt. Und ich denke, dass die Kampfrichter mir diesmal bei der Olympia eine Chance geben werden.

Wenige Wochen vor Keystone hast Du bei der New York Pro hinter Branch Warren und Dennis James den dritten Platz belegt. Nicht wenige haben Dich damals als den eigentlichen Sieger gesehen. Wie beurteilst Du deine Platzierung in New York?

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Platzierung. Es war geplant in die Top 5 zu kommen und die Olympia-Quali zu holen. Es lief alles sehr gut und im ersten Call out habe ich gemerkt, dass sogar eine Top 3 – Platzierung drin ist. Für mich war unglaublich, dass die Zuschauer richtig Stimmung gemacht haben. Als die Bekanntgabe der Platzierungen kam, sind die Leute ausgeflippt und haben bei meiner Wertung sogar gebuht.

Schaut man sich die Ergebnislisten der vergangenen Profi-Wettkämpfe an, so wird deutlich, dass der Trend mit Toney Freeman, Viktor Martinez und Kai Greene offenbar wieder in Richtung Symmetrie und Ästhetik geht. Glaubst Du, dass es Athleten wie Dennis James, Jay Cutler und Ronnie Coleman womöglich in Zukunft schwer haben werden?

Es gibt nur noch circa 5 oder 6 Athleten, die richtig massig sind. Viele von denen sind über 10 Jahre dabei und ich denke, wenn die massigen Jungs aufhören, wird der Trend bei den ästhetischeren Profis liegen.

Wie hoch schätzt Du deine eigenen Erfolgsaussichten in den kommenden Jahren ein?

Es ist sehr schwierig einzuschätzen, was ich noch erreichen könnte. Mir ist es wichtig, dass ich noch ungefähr 8 bis 10 Jahre dabei bleibe und erfolgreich bin.

Im Vergleich zu Deinem Olympia-Debüt ist Deine Muskulatur deutlich reifer geworden. Hast Du dafür Dein Training geändert?

Ich trainiere nicht mehr so schwer, dafür intensiver.

Was steht als nächstes für Dich an und wo kann man Dich als Gaststar sehen?

Man kann mich nach der Olympia bei der Body-Xtreme Invitational am 3. Oktober in Frankfurt am Main und bei der Süddeutschen Meisterschaft sowie WM-Qualifikation am 13. Oktober in Schwabmünchen als Gaststar sehen.

Vielen Dank für das Interview, Dennis.

BMS-Athlet Dennis Wolf


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