Dennis Wolf gewinnt die Keystone Classic 2007

Nach seinem dritten Platz bei der New York Pro konnte BMS-Athlet Dennis Wolf seinen ersten Profi-Sieg erringen. Dem 28-Jährigen kamen zu Beginn seiner Profi-Karriere, die erst 2005 begann, viele Vorschusslorbeeren zu Gute. Die Ernüchterung folgte bei seinem Olympia-Debüt 2006, wo er sich erstmals mit der Top-Elite des Profibodybuildings vergleichen musste und nicht über Rang 16 hinaus kam. Natürlich waren die sehr idealen Veranlagungen schon offensichtlich erkennbar. Dennoch war nicht klar, wie lange Dennis Wolf brauchen würde, um sein Potential entfalten zu können.

Die Antwort lieferte er vor wenigen Wochen in New York, als er mit einer sichtbar reiferen und dichteren Muskulatur auf die Bühne trat und bekannte Athleten wie Branch Warren und Dennis James das Leben schwer machte.

Bei der Keystone Classic lieferte Dennis ein erneut verbessertes Gesamtpaket ab. Seine harmonische Linie gepaart mit vollen und symmetrischen Muskeln sowie herausragenden Proportionen katapultierten ihn bereits im Line Up in das Spitzenfeld. Mit jedem Vergleich und jeder Pose wurde Dennis‘ Übermacht deutlich und so reagierte das Publikum mit frenetischem Applaus, als der "big bad Wolf", wie er in den USA genannt wird, zum Sieger erklärt wurde.

Hinter Dennis platzierte sich Desmond Miller. Ein Neuprofi, der erst im letzten Jahr seine Profi-Lizenz erhalten hat. Miller ist ohne Zweifel ein guter Athlet, dennoch fehlt es ihm an ausgewogenen Proportionen um einen Platz in den Top 3 zu rechtfertigen. Zumindest dann, wenn im gleichen Teilnehmerfeld Kai Greene (3.), Silvio Samuel (5.) oder Darrem Charles (6.) zu finden sind. Doch dies sollte die einzige strittige Entscheidung in Pennsylvania bleiben.

Alle folgenden Platzierungen sind durchaus berechtigt. Darrem Charles konnte in den letzten Jahren fast jeden kleineren Profi-Wettkampf gewinnen. So langsam macht sich bei dem 40-Jährigen jedoch das Alter bemerkbar. Charles wirkte etwas flach und lies keinen wirklichen Siegeswillen erkennen.

Obwohl umstritten kann man Branch Warrens ersten Platz bei der New York Pro halbwegs akzeptieren. Überraschend war jedoch, dass Branch sich in den folgenden Wochen offenbar regelrecht gehen lies. Seine Form war zwar wie immer freakig, aber wenig ansprechend und war nur knapp über Gastauftrittsniveau. 

Ergebnisse Keystone Classic
1. Dennis Wolf
2. Desmond Miller
3. Kai Greene
4. Branch Warren
5. Silvio Samuel
6. Darrem Charles
7. Craig Richardson
8. George Farrah
9.Brian Chamberlain, Johnnie Jackson
11. Ed van Amsterdam
12. Leo Ingram
13. Trevor Crouch
14. Khalid Al-Moshinawi
15. Richard Jackson
16. Gennaro Brigante
17. Andy DiNetta“

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