Craig Titus und Kelly Ryan bekennen sich schuldig

Nachdem sich die beiden Bodybuilding-Stars in ihrem seit mehr als 2 Jahren andauernden Mordprozess bisher stets als unschuldig bezeichneten, überraschten sie am Wochenende mit einem Geständnis. Den ehemaligen Bodybuilding-Stars wird vorgeworfen, im Dezember 2005 ihre Assistentin umgebracht und anschließend den Leichnam verbrannt zu haben. Der Fall sorgte auch außerhalb der Bodybuilding-Welt für großes Medieninteresse, weil Titus und Ryan erst nach einer nationalen Fahndung gefasst wurde, die sich über eine neuntätige Flucht der beiden Verdächtigen von Las Vegas nach Boston erstreckte.

Craig Titus erklärte sich des Totschlags, der Entführung und Brandstiftung für schuldig. Kelly Ryan hingegen gab zu, lediglich an der Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein. Unter Verwendung der in den USA existierenden Alford-Klausel gestand sie außerdem, eine Körperverletzung begangen zu haben. Die Alford-Klausel besagt, dass sich die angeklagte Person nicht für schuldig bekennt, aber zugibt, dass es genügend Beweise gibt, die für eine Verurteilung ausreichen.

Titus und Ryan kamen damit der für Montag angesetzten Urteilsverkündung zuvor. Da ihr Geständnis strafmildernd wirken könnte, wird das Urteil nach erneuter Prüfung erst am 18. Juli ausgesprochen.

In einem Fernsehinterview sagte Craig am Dienstag, dass er sich mit der Staatsanwaltschaft auf das Geständnis nur geeinigt habe, um seiner Frau eine lebenslange Haftstrafe zu ersparen. „Ich habe nie gesagt, dass ich Melissa James getötet habe“, sagte der US-Champion von 1996 vor laufenden Kameras. „Ich habe gesagt, dass ich mich für schuldig erklären würde, wenn ihr meiner Frau die Möglichkeit gebt, wieder ein Leben zu führen.“
 
Unabhängig von ihren Geständnissen beharren Craig und Kelly auf ihrer Darstellung der Ereignisse. Demnach wäre ihre Assistentin an einer Überdosis Drogen gestorben. Um negative Schlagzeilen zu vermeiden, entschieden sich die in der Muskelwelt populären Eheleute dafür, die Leiche in einem Wagen außerhalb der Stadtgrenzen zu verbrennen. 

Im weiteren Verlauf des Interviews gab Titus Anzeichen von Reue und bedauerte, viele Fehler gemacht und schlechte Entscheidungen getroffen zu haben, aber bereit wäre, den Preis dafür zu zahlen.

Titus wollte keine nähere Angaben zur Todesnacht von Melissa machen, versicherte aber, dass er ihr nie habe Schaden zufügen wollen und das auch gerne ihrer Mutter erklären würde.

„Ich möchte ihr sagen, dass ich ihre Tochter geliebt habe und dass alles ganz anders war, als es jetzt dargestellt wird.“


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