Comeback mit Hindernissen

Der japanische Profi-Bodybuilder Hidetada Yamagishi hatte nach seiner Haft ein furioses Comeback geplant, das in seiner zweiten Olympia-Teilnahme gipfeln sollte. Doch nun wurde ihm die Einreise in die USA verweigert.

Yamagishi plante an den folgenden drei Profi-Cups teilzunehmen:
Pro Bodybuilding Weekly, Europa Pro Super Show und Atlantic City Pro, um sich die Qualifikation für den Mr. Olympia zu sichern. Seine lange Inhaftierung in den USA hatte jedoch physisch deutliche Spuren hinterlassen, die eine Olympia-Qualifikation eher als wage Hoffnung als eine realistische Chance aussehen läßt. Trotzdem malten sich seine Fans im Geiste bereits einen Hidetada in Hochform aus. Doch die Realität holte sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Yamagishis Entlassung aus der Untersuchungshaft wurde mit Auflagen belegt, die u.a. sein Visum betreffen. Mit Sonderanträgen versuchte Hide diese zum umgehen, musste aber nun die Teilnahme an der Pro Bodybuilding Weekly absagen, weil ihm die US-Behörden bisher keine Einreise genehmigten.

Yamagishi wurde im Dezember letzten Jahres wegen des Besitzes und Handels mit anabolen Steroiden und weiteren unter das Medikamentengesetz fallenden Substanzen am Flughafen von Los Angeles in Gewahrsam genommen und musste mehr als drei Monate in Untersuchungshaft verbringen. Sein damaliger Sponsor, ein japanisches Bauunternehmen, heuerte eine Star-Anwältin an, die bereits O.J. Simpson, Paris Hilton und andere vertrat. Sie einigte sich mit dem zuständigen Richter darauf, von einer Verurteilung abzusehen und willigte im Gegenzug Hides Abschiebung zu, die in der Regel mit einem lebenslangen Einreiseverbot verbunden ist.

Weitere Artikel

Loading…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.