Bodybuilding: Wendet sich Golds Gym vom Hardcore Bodybuilding ab?

Seit jeher haben Profi-Sportler aller Couleur das Privileg genossen, in allen Fitness-Studios der Golds Gym – Franchise kostenfrei trainieren zu können. Ein Vorfall in Mumbai scheint jedoch auf einen Sinneswandel hinzudeuten.

Der asiatische Bodybuilder Shashikant Hotkar, der vor kurzem die nationale Meisterschaft gewann, darf seit Anfang Dezember nicht mehr in dem Golds Gym seiner Heimatstadt trainieren. Als Grund sagte ihm die Leitung, dass er wegen des Titelgewinns nun als Profi-Bodybuilder angesehen werden müsse und nach den Statuten des Fitness-Studios dürfen Profi-Bodybuilder keinen Zutritt erhalten.

Diese Aussage steht im klaren Widerspruch mit der bisher gefahrenen Politik anerkannter Golds Gym – Studios, die bisher Profi-Sportler immer herzlich willkommen hieß. Zudem darf die Tatsache nicht vergessen werden, dass das Golds Gym seinen Ursprung am legendären Muscle Beach hat und damit wohl eines der traditionsreichsten Unternehmen in der Hardcore-Bodybuilding-Industrie ist.

Auf Nachfragen einer lokalen Tageszeitung versuchte der Manager des Gyms die Sache klarzustellen. Offenbar sei nicht der Profi-Status des besagten Athleten der alleinige Grund für seinen Rauswurf gewesen. Der 28-Jährige hatte im Golds Gym einigen Freunden ein paar kostenlose Trainingsratschläge erteilt und damit augenscheinlich gegen die Gym-Etikette verstoßen. Denn diese erlaubt keine externen Trainer. Das Management legt die Sache so aus, dass Shashikant als Profi-Athlet automatisch auch als Trainer angesehen werden müsse.

Die ganze Angelegenheit sorgte international für Stirnrunzeln unter den Bodybuilding-Fans. Bisher sind noch keine weiteren Fälle bekannt, in denen Profi-Bodybuildern der Zutritt zu einem Golds Gym verweigert wurde.

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