Bewirbt sich Arnold als EU-Präsident?

Terry Tamminen, der als Kabinetsmitglied eine wichtige Stütze für Arnold Schwarzenegger war, brachte vor Ostern in einem Interview mit der amerikanischen Zeitung “Newsweek” einen Stein ins Rollen, den bisher noch keiner kommen sah.

“In den kommenden Jahren werden die Europäer einen starken Präsidenten brauchen, der deutlich Profil zeigen kann. Die Franzosen werden keinen Deutschen haben wollen und die Deutschen wohl keinen Italiener. Wie wäre es da mit einem Europäer, der nach Amerika ausgewandert ist”, sagte Tamminen gegenüber der Presse.

Unklar bleibt allerdings, wie die steirische Eiche die politische Spitze der Europäischen Union erklimmen soll. Denn zum einen gibt es einen EU-Präsidenten faktisch nicht. Dieser informelle Titel ist lediglich eine Umschreibung für den Vorsitzenden des EU-Rates. Zum anderen wird der Vorsitz nicht durch die europäische Bevölkerung direkt gewählt, sondern in Vertretung von ihren Landespräsidenten bestellt.

Da Terry Tamminen jedoch als enger Vertrauter Schwarzeneggers gesehen wird, dürfen wir wohl davon ausgehen, dass diese Bemerkung in einem Interview nicht völlig ohne Hintergrund gefallen ist.

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