Agata Wrobel – Müll sortieren nach Glanzkarriere

Für ihr Heimatland Polen hat Agata Wrobel unzählige Medaillen im Gewichtheben gewonnen. Darunter eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Nun sortiert die ehemalige Nationalheldin Müll in einer Recycling-Anlage in England. Ein Werdegang, der den Offiziellen des polnischen Gewichtheberverbandes Bauchschmerzen bereitet. "Das ist nichts für eine so große Sportlerin. Agata hat so ein Schicksal nicht verdient", sagt Zygmunt Wasiel, Vorsitzender des polnischen Gewichtheberverbandes PZPC und sichert ihr seine Unterstützung zu: " Wir sind bereit zu helfen, aber das hängt auch von Agata ab. Ich habe sie das letzte Mal im November gesehen und versuche seitdem, sie zu treffen." Wasiel kann sich vorstellen, dass Agata als Trainerin dem Gewichtheben in Polen erhalten bleibt.

Agata musste 2006 ihre Sportkarriere auf Grund einer schweren Verletzung beenden. Nachdem der polnische Sportverband die finanzielle Förderung eingestellt hatte, fand die starke Polin nur in England Möglichkeiten für ihren Unterhalt zu sorgen. Selbst ihr gegenwärtiger Arbeitgeber erschrak, als er erfuhr, wer zu seinen neuen Angestellten zählt: "Wir wussten zuerst nicht, wer sie ist. Es ist sehr traurig, dass ein Nationalheld an so einem Ort arbeiten muss. Die Arbeit ist in Ordnung, aber das ist einfach kein Platz für eine Weltmeisterin."

Agata selbst kann die Aufregung um ihre neue Arbeitsstelle nicht verstehen: "Ich beginne in England ein neues Leben und denke nicht an den Sport. Wenn andere in der Mülltrennung arbeiten können, warum sollte ich es nicht auch. "
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